Welcher Webdesigner kennt ihn nicht, den Dschungel aus verschiedenen Versionen von Webseiten. Trägt die erste Version noch den Namen „index.html“, so finden sich später nicht selten auch Dateien, die mit Namen wie „index_Final4.html“ benannt sind. Arbeitet man nun alleine an der Realisation einer Webseite und muss sich selber in dem Dateienchaos zurechtfinden, so mag dieses noch relativ durchschaubar sein. Arbeitet man aber gemeinsam mit mehreren Mitarbeitern an einer Webseite, wird eine derartige Benennung schnell mal undurchsichtig.

Dabei, dieses Problem zu lösen und den Überblick zu behalten, halfen in der Vergangenheit vor allem Programme zur Versionsverwaltung von Dateien, wie SVN oder in einigen Fällen sogar freie Software wie Dropbox oder Google Drive. Während Software-Entwickler ganz einfach die Git-Technologie zur Versionskontrolle nutzen können, schauen Webdesigner meist in die Röhre.

Seit 2017 kommen nun vor allem Webdesigner, welche auf einem Mac von Apple ihr Arbeitswerk verrichten, in den Genuss einer solchen, auf Git basierenden Versionskontrolle. So hat sich das in diesem Jahr erschienene Programm „Abstract“ bereits einen stabilen Nutzerstamm aufgebaut, was jedoch auch einem Mangel an Alternativen geschuldet ist.

Abstract, welches als eigenständiger MacOS Client zum Download zur Verfügung steht, überwacht mit Hilfe eines Sketch-Plugins sämtliche Änderungen die in einer Datei vorgenommen werden und speichert die Dateien als seine separate Version lokal ab. Der jeweilige Webdesigner, der gerade an der jeweiligen Webseite arbeitet, bekommt hiervon aber nichts mit.

Allerdings müssen diese ihr Projekt direkt in Abstract anlegen und die jeweiligen Sketch-Dateien für das Projekt importieren. Danach muss der Entwickler die verwendeten Dateien in Abstract immer unter dem Menüpunkt „Edit in Sketch“ öffnen. Macht dieser das nicht, dann ist Abstract auch nicht dazu in der Lage, die jeweiligen Änderungen an einer Datei zu erkennen, sodass diese abgeglichen werden kann. Zum Speichern von Versionen muss der Entwickler zudem während dem Speichervorgang den Punkt „Preview and Commit“ anwählen.